MILIAN OTTO

Sonntagskonzert

Bild der Kapelle
Datum: Sonntag, 25. November
Einlass: 19:30
Konzertbeginn: 20:00
Eintritt: 10€ / 8€ (ermäßigt)
Eintritt Fördervereinsmitglieder: 8€
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In einer digitalen Ära, in der Musik vorwiegend als Fastfood konsumiert wird und Hörgewohnheiten mittels immer gleicher Geschmacksverstärker konditioniert sind, wagt der Liedermacher Milian Otto eine Unverschämtheit. Die Worte in den Fokus, setzt er mit seiner unverblümten Sicht auf die Welt den Synapsen seiner Hörerschaft ein feines Fressen vor.
Otto, bisher vornehmlich Schauspieler, lässt auf dem Debutalbum “Wahnwitz und Gelegenheit” zwölf Lieder, eine Auswahl aus unzähligen Stücken, die sich im Laufe der Zeit in seinem Repertoire aufgestapelt haben, fassen. Ausschliesslich auf eigenes Material bedacht, bedient Otto sich mit "Trotz Alledem" einer schottischen Melodie, zu der er einen neuen Text geschrieben hat. Sie reiht sich in zahlreiche Bearbeitungen, unter anderem von Wolf Biermann und Hannes Wader, ein. Neben diesen sind es Rio Reiser, Victor Jara, Fabrizio de André und Georges Brassens, die das Fundament für Ottos Liebe zum Geschichtenerzählen gelegt haben. Ihre Fähigkeit, die Welt hinter der Welt abzubilden und das Brennglas auf die klaffenden Wunden ihrer Zeit zu richten, sind für sein Schreiben ständige Orientierung und Inspiration.Dies verbindet auch das Schauspiel mit seiner Musik: die Lust an der Sprache, die Lust am Erzählen und der Wille, gehört zu werden. Kaum ein Lied, das nur eine Geschichte erzählt. Kaum ein Lied, das nicht auch ein Liebeslied ist. Kaum ein Lied, das nicht die eigene Ambivalenz spiegelt. So ist für Otto die Selbstdurchleuchtung, der erste Schritt zu einer progressiven Vision. Er singt von einem schöpfenden Mut, die eigene Unzulänglichkeit in eine positive, verändernde Kraftt umzuwandeln; immer damit verbunden seine Lieder auf das Essentielle zu reduzieren. Das Fuß-Tapping auf "Trotz Alledem" und einige perkussiven Elemente bleibt neben den verschiedenen Gitarren die einzige Instrumentierung. Je kleiner die Geste, desto größer der Inhalt.
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